Stadtmuseum Grein

Das Stadtmuseum Grein ist ein einmaliges, kulturelles und touristisches Angebot in Grein. Geprägt ist die Geschichte der Stadt von seiner Lage an der Donau am Eingang zu den einst gefährlichen, und von den Schiffleuten gefürchteten, Stromschnellen. Die Lotsen von Grein führten die Flöße und Schiffe durch die Schifffahrtshindernisse.

Aus den Städtischen Sammlungen wurden Objekte für das Stadtmuseum Grein ausgewählt und in zwangloser Weise präsentiert. Viele Exponate sind „Touch-ons“, diese können Sie gerne berühren.

Sie sind über mehrere Schauräume im Haus verteilt. Den Zusammenhang mit dem Stadttheater stellt der Fundus her, wo Kostüme, Hüte, Taschen, falsches Gold und was man sonst noch zum Theaterspielen braucht aufbewahrt wird.

Uns ist der direkte Kontakt zwischen Besucher und Objekt wichtig. Mehr als hundert Kilo Scherben aus einem mittelalterlichen Burggraben liegen auf einem Haufen und duften nach Wald.

Schiffsmodelle und bunte Karten veranschaulichen den europaweit verrufenen Donauabschnitt „Strudengau“, der viele Schiffe zum Untergehen brachte oder in einem trichterförmigen Wirbel nach unten zog. Die österreichische „Skylla und Charybdis“ – ein Begriff aus der Odysseus-Sage – wurde darin gesehen.

Trotz aller Scheußlichkeit, die Schifffahrt betreffend, lebten die Greiner ein gediegenes Leben. Sie boten Lotsendienste an, Pferde- und Ochsenvorspann um die Schiffe donauaufwärts zu  bringen und Fuhrwerke, um kostbare Ladungen sicher auf dem Landweg zu transportieren. Kaiser und Könige mussten in Grein über Nacht bleiben. 

In den Kellergewölben wird unter dem Begriff „Sommerfrische“ gezeigt, wie die noble Gesellschaft um 1900 standesgemäße Erholung in der reizvollen Donaugegend um Grein suchte, sowie die Badekultur in den Sommerbädern. Anhand vieler Alltagsgegenstände aus dem Bereich der angewandten Kunst wird ein lebendiges Bild jener goldenen Epoche des Fin de Siecle geboten. Tauchen Sie ein in eine Welt, die bis heute ihre ungebrochene Faszination ausübt.